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Lobsingen ohne Ende - Warum sollte ich zur Kirche gehen?

  • Foto van schrijver: Floris van Gils
    Floris van Gils
  • 15 feb
  • 3 minuten om te lezen

Die Fastenzeit steht vor der Tür. Es ist eine Zeit, um unser Leben neu auf Christus auszurichten, um in Verbindung mit ihm zu leben und um unsere Identität als Getauften neu mit Leben zu füllen. Wir werden aufgerufen, alte Gewohnheiten, die uns von Gott entfernen, hinter uns zu lassen und das neue Leben mit Christus zu bejahen: ´Kehrt um und glaubt an das Evangelium!´ Vierzig Tagen sind eine bewiesen gute Länge, um neue Gewohnheiten einzuüben, so dass sie wirklich teil unseres Alltags werden und unser Leben prägen und tragen können. Vielleicht ist es für die diesjährige Fastenzeit eine gute Idee, als neue Gewohnheit jeden Sonntag in die Messe zu gehen. Versuchen Sie es mal, es wird Ihnen nichts Böses tun! Gerne gebe ich drei Gründe, warum es meiner Meinung nach sinnvoll ist, zur Kirche zu gehen:


Weil Jesus uns einlädt.


´Du hast uns, Herr, gerufen, und darum sind wir hier´, so heißt es in einem Lied. Jesus ruft uns Woche für Woche zu sich. Er ist Gastgeber der Eucharistiefeier und lädt uns ein zu seinem Mahl. Möchten wir nicht teilhaben an seinem Tisch? Gibt es wichtigere Dinge zu tun? Passt die Uhrzeit der Gottesdienste uns nicht? Jesus möchte sich an uns schenken, in seinem Wort und in seinem Sakrament. Im Evangelium hört man seine Stimme, man kann sich nähren mit seinen Worten und das eigene Leben richten nach seiner Weisung. Im eucharistischen Brot wird man Teil seines göttlichen Lebens: ´Empfangt, was ihr seid: Leib Christi. Und werdet, was ihr empfangt: Leib Christi´, sagt der heilige Augustinus. Wer möchte nicht Woche für Woche in der Nähe Christi verweilen, seine Worte hören, mit ihm sprechen in Lied und Gebet, essen an seinem Tisch und mehr und mehr werden wie er?


Um dem Schöpfer Dank zu sagen.


Es gibt vieles, für das wir dankbar sein können. Vieles scheinbar Selbstverständliche ist oft gar nicht so selbstverständlich. Wenn wir unser Leben als Geschenk sehen, erleben wir es tiefer. Auch wird es unser Verhalten zu unseren Mitmenschen und der ganzen Schöpfung prägen. Gott hat uns erschaffen – nicht wir uns selbst – und er hält das ganze Weltall in seinen Händen. Auch wenn wir es nicht spüren, Gott lässt nicht los. ´Eucharistie´ bedeutet wortwörtlich: Danksagung. An einer Stelle in der Liturgie tritt dieser Charakter der Danksagung ganz deutlich in den Vordergrund: in der Gabenbereitung. Wir bringen Gott unseren Dank durch unsere Gaben: die Früchte der Erde und die Geldspende. Bei der Kommunion empfangen wir die Früchte der Erde verwandelt wieder. Was wir geben, empfangen wir so viel reicher zurück. Kommen wir zur Eucharistiefeier mit unserem Dank und lassen wir uns verwandeln in Menschen die leben aus der Dankbarkeit.


Um gesegnet gesendet zu werden.


Schon als Kind beindruckte mich der Segen im Gottesdienst. Es war in meiner calvinistischen Jugend der einzige Augenblick im Gottesdienst, an dem die Gemeinde aufstand, und auch der einzige Moment, in dem der Pfarrer ein Zeichen mit seinen Händen machte (möglicherweise gefiel mir dieser Moment auch, weil ich dann wusste, dass der Gottesdienst bald zu Ende war; aber ich glaube, es hat auch wirklich was zu tun mit dem Gewicht des Segens, das ich damals schon spürte). Gott gibt uns seinen Segen, er zeigt und sagt uns: ´Ich bin mit euch, ich gehe mit euch´. In seinem Segen sind wir geborgen und können wir weitergehen. Sofort nach dem Segen werden wir gesendet: Gehet hin in Frieden: ‚Ite Missa est‘. Von diesem Sendungswort ist sogar der Begriff ´Messe´ abgeleitet. Bei der Wegsendung geht es darum, dass wir das, was wir in die Messe gefeiert haben, mitnehmen in das Alltagsleben hinein: Dass wir leben aus Dankbarkeit, dass wir als Glieder des Leibes Christi Salz der Erde sind und dass wir anderen zum Segen werden. Durch uns will Gott in der Welt handeln: in Werken der Nächstenliebe, in Frieden und Freude, im Glauben und im Gebet.  

 

In der Feier der Eucharistie schenkt Christus uns seine Gegenwart, schenken wir Christus auch unsere Gegenwart. Schenken wir Ihm unseren Dank im Gebet, schenken wir Ihm und unseren Brüdern und Schwestern unsere Stimme im Gesang und schenken wir der Glaubensgemeinschaft unsere Präsenz. Ich bin sicher, Jesus wird sich freuen. Er ist schon bereit uns zu begegnen in seinem Haus. Ich werde zu ihm gehen, kommen Sie auch?


Eine gesegnete Fastenzeit wünsche ich euch allen, Kirchenmusiker Floris

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© Floris van Gils

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