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  • Foto van schrijverFloris van Gils

Lobsingen ohne Ende - Ein neues Lied zum Hochfest hl. Petrus und hl. Paulus

Bijgewerkt op: 27 mei


Am 29. Juni werden mit einem Hochfest die beiden Apostel Petrus und Paulus gefeiert. Laut der Tradition sind sie beide in Rom am gleichen Tag den Märtyrertod gestorben, daher werden sie auch am gleichen Tag gefeiert. Außer diesen beiden werden von den Heiligen nur die Gottesmutter, der hl. Josef und der hl. Johannes der Täufer mit Hochfesten geehrt. Neben dem gemeinsamen Hochfest haben sie jeweils auch ein eigenes Fest: Paulus am 25. Januar (Bekehrung des hl. Apostel Paulus) und Petrus an 22. Februar (Kathedra Petri). Die Apostel Petrus und Paulus haben eine große Bedeutung in der Kirche, deswegen werden sie auch Apostelfürsten und die Säulen der Kirche genannt. Jedoch gibt es kein einziges Lied im Gotteslob, welches Petrus oder Paulus gewidmet ist.


In den Pfarrkirchen unserer GdG kann man Petrus und Paulus mehrmals entdecken, zum Beispiel an beiden Seiten des Altares in Oberkrüchten und Niederkrüchten. In Born ist die Kirche St. Peter gewidmet. Der 29. Juni, oder der Sonntag nachher, ist in Born daher auch Patrozinium und Schützenfest. Ein Patroziniumslied für St. Peter gab es aber noch nie. Bis jetzt - denn am diesjährigen Patrozinium wird ein neues Lied erklingen. Auch in der Abendmesse in Brüggen wird es gesungen werden. Der Text ist Ende 2023 von mir geschrieben worden, die Melodie stammt von dem niederländischen Kirchenmusiker Willem Vogel (1920-2010).


Ich möchte kurz einige Gedanken zum Lied erklären, denn man muss es vor allem singen, es ruft auch auf zum Singen. Das Halleluja ist der österliche Ruf; ein Heiligenfest ist auch ein österliches Fest. Wir feiern die Sterbetage der Heiligen, weil es die Tage der Geburt der Heiligen im Himmel sind. Te Deum Laudamus (´Großer Gott wir loben dich´, GL 380) ist der große Lobgesang der Kirche. Seit Jahrhunderten begleitet das Te Deum wichtige Feiern. Die Wiedergabe in Latein stellt eine Verbindung zu unserem Ursprung dar, mit einem Apostelfest feiern wir auch die Gründung unsere Glaubensgemeinschaft. Die lateinische Sprache zeugt ebenfalls von der Universalität der Kirche, die wir der Arbeit der Apostel zu verdanken haben. Petrus hat vor allem in seiner Nähe missioniert (die Juden) und Paulus in der Ferne (die Heiden).


Petrus und Paulus waren sehr unterschiedlich, in Charakter, Bildung und in ihrem Glaubensweg mit Jesus. In ihrer Verschiedenheit und in ihrer Einheit sind sie Symbol der Kirche, in der Menschen mit ganz verschiedenen Charakteren und unterschiedlichen Lebens- und Glaubenswegen ihr gemeinsames Ziel finden in der Nachfolge Jesu.


Strophe drei und vier des Liedes fokussieren sich auf Petrus und sind inspiriert von den schönen Chorfenstern der Borner Kirche, welche das Leben von Petrus darstellen. In ´Schon gesehen´ von Ines Jonczyk in der Ausgabe des Pfarrbriefs von BBB kann man mehr lesen über diese Fenster. Im rechten Fenster sieht man Petrus als Verleugner, im linken als Verkünder. Im mittleren Fenster wird Simon durch Jesus zu Petrus, von Petra = Fels; der Fels auf dem die Kirche gebaut worden ist. Laut Überlieferung ist Petrus der Gründer der Kirche von Rom geworden und ihr erster Bischof.


Ein Heiligenleben ist wie ein Fenster, es gibt einen Durchblick in den Himmel, etwas von der Liebe Gottes wird spürbar in diesen Menschen. Die Heiligen spiegeln Christus, sie sind ihm ähnlich geworden in seinem Tod und seiner Auferstehung, so auch St. Petrus und St. Paulus. Sie lobsingen im Himmel in alle Ewigkeit dem Lamm Christi: Te Deum laudamus! Auf Erden dürfen wir schon jetzt mit ihnen und mit allen Engeln und Heiligen in diesen Lobgesang einstimmen! Ich wünsche euch allen ein feierliches Hochfest!


Kirchenmusiker Floris 




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