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  • Foto van schrijverFloris van Gils

Der Vater des Kirchenliedes

Vorgestern, an den 8.12, feierten wir in den Wochentagsmesse in der wunderschönen Kapelle in Overhetfeld das Gedächtnis des hl. Bischof Ambrosius von Mailand (339-397). Von ihm ist der hl. Augustinus getauft worden. Eine schöne Legende erzählt, dass Ambrosius und Augustinus während der Taufe den großen Lobgesang Te Deum in Wechsel improvisiert haben. Für die Kirchenmusik ist Ambrosius sehr wichtig, eigentlich viel wichtiger als die hl. Cäcilia, dessen Gedächtnis am 22. November gefeiert wurde. Ambrosius ist der Vater des Kirchenliedes. Man kann sagen, dass wir das Singen vom Gemeindeliedern in der Liturgie ihm zu danken haben. Augustinus schreibt in seine Confessiones über die beeindruckende Erfahrung des Anhörens der singenden Gemeinde:


`Wie habe ich geweint unter deinen Hymnen und Gesängen, tief bewegt von dem Wohllaut der Stimmen deiner Kirche. jene Stimmen, sie fluteten in mein Ohr, und durch sie ward die Wahrheit in mein Herz eingeflößt und fromme Gefühle wallten in ihm auf, die Tränen strömten und mir war so selig in ihnen zumute.

Noch nicht lange hatte die Mailänder Kirche diese Art der Erbauung und des Trostes eingeführt unter großer Beteiligung der Brüder, die mit Mund und Herzen einstimmten. (..) Damals ward nach der Sitte der morgenländischen Kirche das Singen der Hymnen und Psalmen eingeführt, damit das Volk nicht durch ermüdende Trauer matt würde, und seitdem ist es bis auf den heutigen Tag so geblieben, und viele, ja fast alle deine Kirchen des Erdkreises sind uns gefolgt. ´


Auch in Overhetfeld sind wir Ambrosius in Hymnensingen nachgefolgt, mit seinem eigenen Lied `Komm, du Heiland aller Welt` Gotteslob 227 (urspr. ´Intende qui regis Israel´ auch bekannt unter `Nun komm, der Heiden Heiland`). In der Messe klangen auch Orgelbearbeitungen von seinem Lied. Und das alles auf einen ganz normalen Donnerstagnachmittag im Advent. Euch allen eine besinnliche Adventszeit gewünscht!




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